Gut analysiert, aber ein kleines Detail ist wichtig (BORUSSEN)

Kulik, Mittwoch, 14.09.2022, 14:27 ( vor 22 Tagen ) @ Elm

...Krösche ging schon im April 2021, nicht 2022. Mintzlaff hat dann ja zunächst auf die kleine interne Lösung gesetzt, weil da eine große Lösung kommen sollte.

Im September 2021 (dem Monat, in dem Hütter von Eberl erfahren hat, dass er in den Sack haut) ließ sich Mintzlaff so zitieren: „Ideal wäre ein ehemaliger Spieler, der für unsere Philosophie steht, ein großes internationales Netzwerk mitbringt und die Position schon einige Jahre bei einem anderen Klub innehatte.“ Da hätte ich an Christoph Freund von RB Salzburg gedacht, aber der sagte damals ab (oder wurde ihm abgesagt, weil eine neue Tür aufgegangen war?)

Anfang Oktober hieß es dann: „Ich kann sagen, dass wir in sehr konkreten Gesprächen sind und dass wir dann irgendwann zwischen Januar und Juni diese Lücke schließen können“ https://www.transfermarkt.de/leipzigs-mintzlaff-krosche-nachfolge-bdquo-irgendwann-zwis...

Warum zwischen Januar und Juni? Wohl nur, weil der Kandidat noch in Amt und Würden gewesen ist und erstmal die Beendigung seines aktuellen Arbeitsverhältnisses klären musste.

Am 10.12.2021 hieß es dann: „Wir wollen einen ganz starken Sportdirektor holen, der ein Gesicht für unseren Klub sein soll und sehr viel Erfahrung hat. Mittlerweile ist Einigkeit mit dem Wunschkandidaten erzielt worden. Wir sind fündig geworden, sagte Mintzlaff auf der Fankonferenz. Doch der große Unbekannte steht offenbar noch anderswo unter Vertrag. Eine Verpflichtung noch im Januar, die sich RB erhofft hatte, scheint nicht realistisch. Es könne sich noch hinziehen, so Mintzlaff. Daher wolle er kein konkretes Datum mehr nennen. Spätestens zur neuen Saison soll der neue Sportchef jedoch beginnen." https://rblive.de/news/nicht-mehr-im-regal-wie-bei-kroesche-bedienen-rb-leipzig-will-ga...

Von der Logik der Abläufe bin ich eher beim FP. Denn unser Präsidium zeigte sich ja völlig überrascht (oder sollte man sagen: überrumpelt?) von Max'-Tränen-PK, weil er angeblich erst einen Tag vorher seine mentale Überlastung kommuniziert hatte. Wenn im September schon Adi von Max' Abschied erfahren hat - was hat sich denn dann im Oktober, November, Dezember abgespielt?

Hat Max sich einzig und allein Adi im Verein anvertraut und alle langjährigen Mitarbeiter und teilweise Freunde vom schleichenden Verfall seiner Psyche ausgeschlossen, ihnen gar vorgespielt, dass alles einwandfrei ist? Halte ich für eher unwahrscheinlich.

Wahrscheinlich ist in meinen Augen: Er wird schon das Gespräch mit dem Verein gesucht haben und versucht haben, eine Weg zu finden, wie er gesichtswahrend und ohne finanziellen Schaden aus dem Vertrag rauskommt.
Dazu noch folgendes: Im normalerweise-99%-Wichtigtuer-Forum tm gibt es ja einen User (Fan eines anderen Vereins), der schon in Q4/21 gesagt hat, dass ME um Auflösung seines Vertrags gebeten habe. Zu einer Zeit, als dies nur eine völlig Spinnerei sein konnte.
Dieser User wußte dann im Januar auch kurz vorher von dem bevorstehenden konkreten Rücktritt und hatte im Frühsommer auch schon ein paar Tage vorher die Info gehabt, dass Hütter entlassen wird. Kann aber natürlich auch ein Lucky Punch gewesen sein, also ist das wenig valide.

Auf jeden Fall gab es kein Bestreben der Borussia, Max gehen zu lassen. Und als das nicht geklappt hat, hat ME möglicherweise (Spekulation!) eben einen anderen Weg gesucht und gefunden. Einen Weg, den man respektieren kann, aber nicht akzeptieren muss...

Ihm zugute will ich halten, dass selbst wenn es sich so abgespielt hat wie von mir spekuliert und er schon Ende 2021 Einigung mit RB erzielt hat, es natürlich sein kann, dass er nach der Vertragsauflösungs-Weigerung der Borussia dann eine depressive Verstimmung bekommen hat und ihm das alles über den Kopf gewachsen ist. Dass ihn Amors Pfeil so hart getroffen hat, kann ja auch Einfluss haben, wenn die Hormone wieder so verrückt gespielt haben wie das letzte Mal mit 16.


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