Das ist doch kein Argument... (BORUSSEN)

Vengo , Dienstag, 15.11.2022, 12:03 ( vor 13 Tagen ) @ Speedrich
bearbeitet von Vengo, Dienstag, 15.11.2022, 12:34

Wo waren diese Sendungen bei Waffendeals, Autoexporten, Energiewirtschaft. Aber Fußballspielen ist ein Skandal. Katar ist schon immer ein übler, radikalislamisch geprägter, autokratischer Staat. War nie ein großes Problem. Bis die FIFA sich kaufen ließ.

Katar (und andere) wurden/werden schon immer von Menschenrechtsorganisationen, Linken, von mir ;-), kritisiert. Bei uns ist das seit Jahren ein Thema. Kann auch nix dafür, dass es die Masse nicht interessiert (hat) und Begriffe wie "internationale Solidarität" aus der Mode gekommen sind.
Die meisten Menschen denken aber populär und brauchen einen Aufhänger, und dieser ist Fußball. Alleine in Deutschland mit über 27.000 Vereinen, mit über 6.000.000 Mitgliedern.
Es ist gut, dass anhand dieses Events bei manchem Menschen ein anderes Bewusstsein entsteht. Jetzt zu sagen "Wo wart ihr denn als ...." ist dumm, heisst es doch, wer irgendwann mal nix gesagt hat, darf nie wieder etwas sagen, niemand darf sich entwickléln. Es soll also alles beim Alten bleiben?

Wie falsch so ein Denken ist, zeigt ein anderes Beispiel. Wer hat den damals von Wachstum, Umwelt und Klima gesprochen? Zu der Zeit ging es höchstens um "Willy wählen", neue Ostpolitik und es waren nur drei Fraktionen im Bundestag, die grüne Bewegung gabs noch lange nicht. Uns hat noch nicht einmal Harrisburg und Tschernobyl gereicht, wir brauchten Fukushima (interessiert die Atomlobbyisten heute auch nicht mehr), damit sich endgültig etwas ändert.

Der Fußball ist mit weltweit über 325.000 Vereinen, in denen es über 38.000.000 Mitglieder gibt, ein Massenphänomen und omnipräsent. DESHALB ist Katar (und die FIFA Machenschaften) JETZT auf der Agenda und war es, für Viele, nicht schon bei der Handball WM.

Anstatt Menschen, die sich erst jetzt Gedanken machen zu kritiseren und auszubremsen, liegt es an jedem selbst, dafür mit Sorge zu tragen, dass daraus etwas Nachhaltiges, ein Nachhaltigkeitsbewusstsein, entsteht. Es so abzutun, wie du/ihr das macht, ist der komplett falsche Weg und ich habe den Eindruck, dass es, "die anderen", lediglich als Entschuldigung fürs eigene Nichtstun herhalten soll.

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Ber­tha von Sutt­ner: »Kei­nem ver­nünf­ti­gen Men­schen wird es ein­fal­len, Tin­ten­fle­cken mit Tin­te, Ölfle­cken mit Öl weg­wa­schen zu wol­len. Nur Blut soll immer wie­der mit Blut abge­wa­schen wer­den.«


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