Uns fehlt „das große Bild" (BORUSSEN)

Kulik, Mittwoch, 29.04.2026, 12:03 ( vor 2 Stunden, 8 Minuten ) @ benthefan

...und in die Richtung zielt auch der Artikel.

Man kann an dieser und jener Personalie rumfriemeln und mal hier und dort was feinjustieren, das ist ja alles schön und gut.

Aber wo ist das Leitbild, das dem Verein und seinen Anhängern eine Identität gibt und mit der man dann auch bereit ist, durch dürre Jahre (weiter) zu gehen, damit es langfristig besser wird? Wer soll diese Vision überhaupt entwerfen können aus dem vorhandenen Personal?

Und ich meine damit nicht das Virkus'sche Postulat mit den „drei Säulen" aus eigenen Jugendspielern, externen Top-Talenten und gestandenen Spieler, das jeder Kreisklassen-Präsident auch mit 3 Promille noch unterzeichnen würde, sondern eine echte Kultur für eine sportliche Erfolgsstrategie. Die sicherlich auch erstmal Entbehrungen für die Fans bedeuten würde, die aber Zusammenhalt stiften könnte.

Ist wie in der Politik gerade. Würde ein Entscheidungsträger sich da mal hinstellen und ehrlich sagen, wie schwierig die Situation wirklich ist und es ohne tiefgreifenden Wandel noch dramatisch kritischer wird für unsere Gesellschaft, würde m.E. auf Verständnis stoßen.
Am Anfang muss dabei zwingend immer auch konkrete Selbstkritik stehen; bspw. „Die Rente mit 63 war eine Flop-Idee von uns Politikern, die müssen wir aus folgenden gewichtigen Gründen wieder einkassieren". Und dann müssen Lösungen aufgezeigt werden, die für Klarheit stehen - und die auch durchziehen. Wenn die Regierung bspw. heute sagen würde „Wir heben den Grundfreibetrag auf 25.000 an und verschieben alle Steuergrenzen entsprechend nach oben. Mit dem gewonnen Plus geht aber auch einher, dass der Staat nicht mehr für höhere Benzinpreise und ermäßigte MwSt. für die Gastro und euer Schnitzel und persönliche Befindlichkeiten wie Söders Mütterrente aufkommt – da muss der mündige Bürger am Ende selbst wissen, wie er mit dem höheren Netto verfährt"; das wäre, glaube ich, für viele Menschen okay (ehrlich Bedürftige mal außen vor gelassen; soll ja kein Politik-Exkurs sein ;-)) . Nur dieses Rumgeeiere um das, was im Endeffekt doch jeder sieht, sorgt für Frust.

Okay, das war vielleicht jetzt etwas viel ot, deswegen zurück zum Seitenwahl-Artikel: Zu einer echten Leistungskultur bei der Borussia gehört sicherlich auch, Positionen streng nach Qualifikation zu vergeben. Ist Virkus jetzt der Mann, der uns im Scouting am meisten hilft? Oder droht dann in Bälde vielleicht ein Abgang von Mirko Sandmöller, weil der sich zu Recht ein paar Fragen stellt...? Wenn es einen besseren für den Job gibt, nehmt den!

Die Bayern kümmern sich um ihre verdienten Ex-Spieler (oder kümmerten sich unter Uli H. um sie), aber Kobra Wegmann wurde auch nicht zum Leiter NLZ o.ä. gemacht, sondern arbeitet im Fan-Shop. Kritisch wird es, wenn Qualifikation & Eignung auseinander gehen in Bezug auf die Position. Das war/ist schon ein Problem bei der Borussia.


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