Jedes Detail ändert schnell immer wieder alles (BORUSSEN)

Böki, Dortmund, Mittwoch, 17.06.2026, 17:03 ( vor 1 Stunden, 24 Minuten ) @ Speedrich

Ich kenne jede Statistik zu dem Thema und weiß um die Lage wie schwer es ist für Opfer zu Gehör, geschweige denn zu ihrem Recht zu finden. Die Machtkomponente führt immer und immer wieder zu Abgründen. In Schutzkonzepten (in denen ich immer wieder unterwegs bin) kann man auch nur Wahrscheinlichkeiten reduzieren, der Teufel ist an der Stelle leider sehr aktiv.

Dennoch sind Zeitungsrecherchen oft auch nur ein Versuch das abzubilden was passiert ist, da in der Regel eben Aussage gegen Aussage steht. Ich würde selbst bei seriösen Blättern bei Aussage gegen Aussage nie ein festes Urteil treffen, denn man kann einfach nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit folgern was glaubwürdig erscheint und was nicht. Und das Täuschungspotential ist enorm.

Junge Frauen sind "leider" auch all zu oft unfassbar naiv und schutzbedürftig. Das kann man mir jetzt als Diskriminierung vorwerfen, wie es Frauen schon taten, aber meine Erfahrung in Jugendarbeit zeigt leider hier eine gewisse Wahrheit auf. Immer wieder bringen sich junge Frauen freiwillig in Räume, die sie dann nicht kontrollieren können. Ich mahne da echt jeden Vater an seine Töchter nicht in Watte zu packen, sondern auf die Realitäten vorzubereiten. Habt Spässken, aber denkt die Dinge zu Ende. Denn Mann muss es ja gar nicht böse meinen, aber nach genug Alkohol, mit genug Geilheit und einem "schönen" Abend mit einer Dame, die einen vielleicht sogar in der Disko ein Küsschen gegeben hat, ist die Interpretation zu was das folgen soll, nicht immer aus dem weiblichen oder dem männlichen Blickwinkel kohärent. Und dann steht immer die Frage im Raum wie klar war denn das Nein, gab es das überhaupt, war es vielleicht auch eher nur kein Ja ... tja ... es ist schwierig. Recht haben ist eines, aber das Trauma präventiv verhindern immer besser.

Es gibt aber auch das psychologische Phänomen rückwirkend Dinge anders zu beurteilen und zu empfinden, als man sie damals in Echtzeit empfunden hat. Ich kenne einen Fall wo ein "Opfer" ein Jahr nach der "Tat" plötzlich von Vergewaltigungen sprach und dies explizit nach viel Gesprächen mit Opferschutzstellen. Durch deren Blickwinkel und Wertung, veränderte sich die Wertung des "Opfers" massiv. Ehrlich gesagt, als jemand der beide Versionen sehr nah miterlebt hatte, wusste ich danach gar nichts mehr zu beurteilen. Das juristische Ergebnis war entsprechend auch unbefriedigend, denn welche Wahrnehmung nun die Richtige war, war überhaupt nicht mehr zu beurteilen. Der "Täter" hatte dabei immer den Vorteil immer kongruent gewesen zu sein, was seine Glaubwürdigkeit stärkte. Der Richter war top, aber das rational bewertbare Bild war wirklich fragil.

Die Konsequenz ist, dass mich "Opfer" und "Täter" beide scheisse finden, weil ich bis heute keine Partei ergriffen habe. Immerhin sind sie darin einig.

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hauptsache fussek - egal welche liga. und immer ein frischgezapftes in der jackentasche
Ein Hoch auf das ZirkusTheaterFussekShowbiz!


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