„Dubiose Geschichte" Vergewaltigung (BORUSSEN)

Kulik, Mittwoch, 17.06.2026, 12:59 ( vor 2 Stunden, 16 Minuten ) @ Speedrich

...sorry, ich weiß, dass Du es nicht verharmlosend gemeint hast, aber m.E. gibt es ein klares Bild zu den Vorfällen in Las Vegas.

Die Hintergründe wurden vom SPIEGEL vor Ort recherchiert, sind auf deutsch nur unter SPIEGEL+ zu finden; aber die englische Fassung ist frei verfügbar: https://www.spiegel.de/international/cristiano-ronaldo-kathryn-mayorga-the-woman-who-ac...

Man darf davon ausgehen, dass die Behauptungen in dem Text den Tatsachen (basierend auf Rui Pintos Football Leaks) entsprechen, da ansonsten die Medienanwälte von Ronaldo mit Sicherheit Unterlassungen erwirkt hätten.

Ronaldo ist nicht verurteilt worden und reiht sich damit in die Riege der Männer (bis hin zum US-Präsidenten) ein, die sich mit Geld und Macht Straffreiheit erkaufen können.
(SPIEGEL: Cristiano Ronaldo muss wohl erst mal keinen Strafprozess in den USA fürchten. Die Staatsanwaltschaft glaubt nicht, dass die Vergewaltigungsvorwürfe zweifelsfrei bewiesen werden können. (...) "Das Strafverfahren in den USA ist viel aufwendiger und teurer als in Deutschland. Deshalb eröffnet die Staatsanwaltschaft meist nur sehr sichere Verfahren. Nur durchschnittlich fünf Prozent aller Straffälle gehen vor Gericht", sagt Strafrechtsexpertin Wörner.)

Möge sich selbst jeder ein Bild machen, warum es überhaupt zu der Zahlung, dem dokumentierten Austausch der Anwälte mit Ronaldo und der weiterhin frei verfügbaren Berichterstattung des SPIEGELS ohne jeden Versuch einer Unterlassungsklage aufgrund der angeblich gefälschten Pinto-Dokumente gibt.
Die angebliche „Fälschung" hat Ronaldos Anwaltskanzlei 2009 selbst unter den eigenen Kollegen versendet, damit jeder auf dem Stand der Dinge ist.

Ende Juli ist klar, dass es sich um etwas Brisantes handelt. Inzwischen sind mehrere Anwälte mit dem Fall befasst, darunter einer aus Kalifornien, der schon viele Prominente vor Gericht vertreten hat. Die Anwälte Ronaldos tauschen sich aus, wie sie am besten vorgehen.
Es wird ein Katalog mit Hunderten Fragen an Ronaldo, seinen Schwager und seinen Cousin erstellt. Ronaldo bekommt das Kürzel "X" in dem Manuskript, Kathryn Mayorga ist "Ms. C".
Den Fragebogen gibt es in mehreren Ausführungen. Die Fragen bleiben ähnlich, nicht so die Antworten.

In einer Version aus dem Dezember 2009 spricht Ronaldo von einvernehmlichem Sex. Und dass es keine Anzeichen gegeben habe, dass es ihr damit oder anschließend nicht gut gegangen sei.
Aber es gibt noch eine andere, deutlich frühere Version. Es ist das Dokument, das für Ronaldo erhebliche Folgen haben könnte. Es wurde im September 2009 per Mail verschickt. Absender: ein Anwalt aus Osório de Castros Kanzlei. Empfänger: dieser selbst und ein weiterer Kollege.
Auf die Frage, ob Ms. C jemals ihre Stimme erhoben, geschrien oder gerufen habe, antwortet X in dem Papier: "Sie hat mehrfach Nein und Stopp gesagt."

Sie habe auf der Seite gelegen. "Ich kam von hinten in sie rein. Auf die brutale Tour. Wir haben die Position nicht verändert. 5/7 Minuten. Sie hat gesagt, dass sie nicht will, aber sich bereitgestellt." Und weiter: "Aber sie hat immer weiter 'Nein' gesagt. 'Mach das nicht.' 'Ich bin nicht so wie die anderen.' Hinterher habe ich mich entschuldigt." Sie habe aber nicht geschrien und auch niemanden gerufen.

Frage: Hat Ms. C danach etwas darüber gesagt, dass der Sex zu brutal gewesen sei?
X: "Sie hat sich nicht beklagt, dass es brutal war. Sie hat sich darüber beklagt, dass ich sie gezwungen habe. Sie hat nichts davon gesagt, zur Polizei gehen zu wollen."

Ronaldo bestätigt in diesem Fragebogen die Version von Kathryn Mayorga in diesen Punkten: Sie hat mehrfach Nein gesagt. Und er hat sich danach bei ihr entschuldigt.
(...)
Im Dezember 2009 drängt Ronaldos Anwalt Osório de Castro seine US-Kollegen: "Die Uhr tickt, wir müssen entscheiden, wie wir weiter vorgehen. Und wir müssen uns auf eine Schlacht vorbereiten, so oder so."
In der Zwischenzeit hatten Ronaldos US-Anwälte einen Detektiv auf Kathryn Mayorga angesetzt. Er sammelte Details zu ihrem Lebenslauf, Informationen zu Strafzetteln fürs Falschparken, observierte ihr Haus, beschattete sie stundenlang.
(...)


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