Ronaldo... (BORUSSEN)

Kulik, Dienstag, 02.07.2024, 14:51 ( vor 14 Tagen ) @ Speedrich

...die Vergewaltigungs-Klage wurde eingestellt („Richterin Dorsey machte das rechtswidrige Verhalten eines Anwalts von Klägerin Kathryn Mayorga für die Einstellung des Verfahrens verantwortlich. Der Anwalt habe wiederholt auf gehackte vertrauliche Dokumente zurückgegriffen. Durch diesen "Missbrauch" habe die Klägerin die Chance verloren, diesen Fall weiterzuverfolgen" -> die Dokumente wurden von Rui Pinto/Football Leaks gehackt und waren deshalb nicht zulässig) und niemand weiß, was passiert ist.

Also ist es am Ende immer ein Bauchgefühl, das man persönlich hat: Wem glaubt man?

https://www.spiegel.de/sport/deckname-topher-a-15d0d84d-0002-0001-0000-000150652135?sar...

2009

(...)
In einer Version aus dem Dezember 2009 spricht Ronaldo von einvernehmlichem Sex.
Aber es gibt noch eine andere, deutlich frühere Version. Das Dokument wurde im September 2009 per Mail verschickt. Absender: ein Anwalt aus Osório de Castros Kanzlei. Empfänger: dieser selbst und ein weiterer Kollege. Auf die Frage, ob Ms. C jemals ihre Stimme erhoben, geschrien oder gerufen habe, antwortet X in dem Papier: "Sie hat mehrfach Nein und Stopp gesagt."

Sie habe auf der Seite gelegen. "Ich kam von hinten in sie rein. Auf die brutale Tour. Wir haben die Position nicht verändert. 5/7 Minuten. Sie hat gesagt, dass sie nicht will, aber sich bereitgestellt." Und weiter: "Aber sie hat immer weiter 'Nein' gesagt. 'Mach das nicht.' 'Ich bin nicht so wie die anderen.' Hinterher habe ich mich entschuldigt." Sie habe aber nicht geschrien und auch niemanden gerufen.

Frage: Hat Ms. C danach etwas darüber gesagt, dass der Sex zu brutal gewesen sei?

X: "Sie hat sich nicht beklagt, dass es brutal war. Sie hat sich darüber beklagt, dass ich sie gezwungen habe. Sie hat nichts davon gesagt, zur Polizei gehen zu wollen."

Ronaldo bestätigt in diesem Fragebogen die Version von Kathryn Mayorga in diesen Punkten: Sie hat mehrfach Nein gesagt. Und er hat sich danach bei ihr entschuldigt.

(...)

Als die Schmerzen nicht aufhörten, sei sie panisch geworden, sagt Kathryn Mayorga, "dass da irgendwas ernsthaft kaputt sei". (...) Es gibt ein Protokoll, das Kathryn Mayorgas Anruf beim Las Vegas Metropolitan Police Departement festhält. Datum: 13. Juni 2009. Uhrzeit: 14.16 Uhr. In dem sogenannten CAD-Report, der dem SPIEGEL vorliegt, hat der Fall ein Aktenzeichen, das sich später auch in dem Settlement, der außergerichtlichen Einigung zwischen Kathryn Mayorga und Cristiano Ronaldo, wiederfindet.
Im CAD-Report ist in der Rubrik "Type" der Anlass des Anrufs verzeichnet: 426. Der Code für ein gemeldetes Sexualdelikt.
Der Polizist, der mit Kathryn Mayorga spricht, notiert, dass die Anruferin aufgelöst sei, weine und nicht den Namen des mutmaßlichen Täters angeben wolle. (...)
Anschließend untersuchen die Ärzte die Patientin. Sie stellen Schwellungen und »eine Risswunde« im Analbereich fest. Sie verabreichen Zithromax und Rocephin, zwei Antibiotika. Danach schicken sie K. zur »Rape Crisis«, der Beratungsstelle für Vergewaltigungsopfer.
(...)

2010

(...)
47 Minuten nach der ersten SMS bekommt Ronaldo eine weitere Mitteilung aus Las Vegas. Diesmal ist es nur ein Betrag: »950 000 Dollar«. Es ist offenbar die Summe, die sich die Gegenseite als Ausgleich vorstellt. Ronaldo schreibt zurück: »Das ist der Betrag?«
Osório de Castro antwortet: »Das ist ihre erste Forderung: Das sind 660 000 Euro. Wir akzeptieren nicht. Die Verhandlung geht weiter.«
Ronaldo fragt nach: »Ist das zu viel?« Osório de Castro schreibt: »Ich glaube, ja. Ich glaube, wir schließen für weniger ab.«
Ronaldo verlangt: »Es muss weniger werden!« Sein Anwalt antwortet: »Ok«.

Aus dem SMS-Verkehr zwischen Ronaldo und Osório de Castro geht hervor, dass die Einigungsverhandlungen im Januar 2010 in Las Vegas lange andauerten. Er schreibt seinem Mandanten: »Wir schließen endlich nach 12 Stunden ab, für 260 000 Euro. Dazu kommen die Kosten der Mediation, von denen ich dir schon erzählt hatte, plus einiger Zahlungen an die Anwälte, die jetzt versuchen, den Abschluss zu formalisieren. Ich weiß, dass das viel Geld ist, aber ich glaube, es war der beste Ausweg, und übrigens überhaupt nicht einfach zu bekommen.«
(...)

Ich sehe in Ronaldo schon lange nicht mehr den strahlenden Sportler mit seiner ganzen Erfolgsvita und seinem Willen und Fleiß, weil ich ihr glaube https://www.spiegel.de/sport/cristiano-ronaldo-kathryn-mayorga-und-dann-ist-er-auf-mich...

Und denke, dass sie anwaltlich oft nicht gut beraten worden ist, leider. Was Anwälte in den USA bewirken können im Zusammenhang mit ganz viel Geld, sehen wir immer wieder. Und was das Vertrauen in die Justiz inkl. einem „Ist ja nicht rechtskräftig verurteilt, deswegen gilt die Unschuldsvermutung!" bedeutet, wurde gerade sogar durch den Supreme Court ad absurdum geführt.


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