Vielleicht sollte sich mal die Industrie hinterfragen, (BORUSSEN)

Graf1900, Montag, 27.07.2026, 22:09 ( vor 1 Stunden, 28 Minuten ) @ JR

Die Politik, sprich der Staat ist dafür verantwortlich, die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft / Industrie zu sorgen, nicht umgekehrt. Dazu gehört Vertrauen in den Standort Deutschland, billige Energie, Bildung, angemessene Steuern, Aufbau von funktionierender Infrastruktur (Deutsche Bahn, Flughäfen, Brücken (!!!), Autobahnen, innere Sicherheit (!!!) ), angenehme Lebensbedingungen für die Menschen und nicht wie jetzt, wo die Macher, Fachkräfte, Fachärzte, Spezialisten, die es sich leisten können, Deutschland goodbye sagen.

Woher soll unsere (billige) Energie denn dann kommen?
Keine Atomkraft, kaum noch Kohlekraft, neue moderne, hocheffiziente Kraftwerke wurden abgerissen. vereinzelt wurden Komponenten stillgelegter Kraftwerke (z. B. Gasturbinen oder Transformatoren) in die Ukraine geliefert (kostenlos?). Der Kugelhaufenreaktor, entwickelt in Jülich, wurde nach China verkauft und wurde dort Teil des weltweit ersten kommerziellen Kernkraftwerks dieser Art. Was dazu passt; modernste Kokereien, Stahlwerke, Hochöfen wurden demontiert und nach China exportiert und dort wieder aufgebaut. Bestehende langfristige Lieferverträge mit Russland hielten wir nicht ein, da wir das Gas nicht abnahmen, um nicht in Rubel zu bezahlen. Nach Nordstream hat sich da eh erstmal erledigt. Stattdessen kaufen wir russisches LNG über Drittstaaten.
Vor 2022 kauften wir Kraftstoffe, vor allem Diesel, überwiegend aus Russland. Nun kaufen wir Kraftstoffe aus Indien, die russisches Öl in ihren Raffinerien verarbeiten. Dazu kommt noch bestes umweltfreundliches Frackingöl aus den USA und aus dem ehemaligen Schurkenstaat Libyen, dass nun endlich auch Demokratie erfahren hat.

Kostenlose Verteidigung durch die USA? Mir wäre es lieber, wir hätten eine eigene gute militärische Verteidigung, anstatt der Vasall von irgendjemand zu sein. Noch besser wäre es, wir hätten wieder eine fähige Außen- und Friedenspolitik, in der Deutschland noch ein gefragter Vermittlungspartner war und wir nur eine Verteidigungsarmee bräuchten und nicht "kriegstüchtig" werden müssten, wie mehrfach gefordert. Wenn man heute die Nachrichten schaut, steht einmal der Russe kurz vor Berlin und eine Woche später schlägt die Ukraine Russland militärisch KO.

Es gibt noch 40 bis 50 Militärstützpunkte in Deutschland, darunter Ramstein, die größte Airbase, von der fast jeder Angriffskrieg im Nahen und mittleren Osten gesteuert wird. Deutschland unterstützt durch kostenloses Land und Steuerfreiheit, dazu beteiligen wir uns an den Kosten zum Aufbau der militärischen Infrastruktur. Klar, zahlen die USA den größten Anteil an der Nato, aber sie „nutzen“ diesen auch für ihre zahlreichen Angriffskriege und Hegemonie. Hier brauche ich glaube nicht weiter eingehen. Die stufenweise Erhöhung unseres Bundeswehr Etats dient auch dazu, den US-amerikanischen Haushalt zu entlasten, der ja in regelmäßigen Abständen zahlungsunfähig ist. Lange geht das nicht mehr gut dort.


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