„Weniger Familie, mehr professionelle GmbH“ ... (BORUSSEN)

Vengo, Berlin Kreuzberg, Sonntag, 21.06.2026, 11:28 ( vor 1 Stunden, 26 Minuten ) @ Pegasus

Gladbach-Boss Stegemann setzt neuen Kurs im Verein
Mönchengladbach · Geht es nach Stefan Stegemann, erhält eine neue „Leistungskultur“ bei Borussia Mönchengladbach Einzug. „Unbewusst ist da vielleicht etwas verloren gegangen“, sagte der 62-Jährige nun. Zudem ruft er die Fans auf, „vorbehaltlos“ über das Thema Investoren nachzudenken

Borussia Mönchengladbach möchte offenbar weg vom Wohlfühloasen-Image, das dem Verein in den vergangenen Jahren immer wieder nachgesagt worden ist. Bei den bisherigen sechs Sommer-Transfers – plus dem nach seiner Leihe fest verpflichteten Hugo Bolin – haben Sportchef Rouven Schröder und sein Team darauf geachtet, Spieler zu holen, für die der Schritt nach Gladbach ein besonderer ist.

Die Neuen sollen ab dem ersten Tag der Vorbereitung darauf brennen, den Konkurrenzkampf anzustacheln, und das Niveau der Mannschaft im besten Fall auf das nächste Level heben. „Es ist ein wichtiger Punkt, dass sich jeder wieder neu beweisen muss“, betonte Schröder jüngst im Podcast „Fohlenpodcast – Standpunkte“.

Geht es nach Stefan Stegemann, der in dem vereinseigenen Format gemeinsam mit Schröder und Geschäftsführer Markus Aretz Stellung zu den verschiedensten Themen rund um den Klub bezieht, entsteht daraus eine neue Leistungskultur im Borussia-Park. „Das Thema Leistungskultur ist etwas, was durch viele Veränderungen in den letzten Jahren vielleicht nicht mehr ganz oben stand. Unbewusst ist da vielleicht etwas verloren gegangen“, sagte der 62-Jährige.
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„Leistungskultur heißt nicht, jeden mitzunehmen, auch wenn er möglicherweise nicht performt, und dann zu sagen: Wir sind doch eine Familie. Das ist der falsche Ansatz. Man kann respektvoll miteinander umgehen. Aber der Respekt wird durch Leistung definiert. Und das müssen wir wieder richtig reinkriegen“, sagte er. Die Leistungskultur dürfte er dabei nicht nur für die Profis auf dem Platz ausgerufen haben, sondern auch für die Mitarbeiter des Vereins, die in der Verantwortung stehen.
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In der Theorie könnte Borussia auf Grundlage der 50+1-Regel 49 Prozent ihrer Anteile veräußern. „Vielleicht ist im Rahmen eines Genossenschaftsmodells die Option drin, dass man sagt, man ist auch mit dem einen oder anderen Investor einverstanden, weil er gut zu Borussia und den Werten des Vereins passen würde“, sagte Stegemann. Er betonte ausdrücklich, dass so etwas nur in Zusammenarbeit mit den Fans und über eine Abstimmung auf einer Mitgliederversammlung funktionieren kann.

„Sowas finde ich für die Zukunft durchaus interessant. Aber das geht nur mit den Mitgliedern und den Fans zusammen. Ich kann an der Stelle nur animieren, dass man da mal drüber nachdenkt“, sagte Stegemann. „Borussia braucht es nicht unbedingt. Aber wenn man davon träumt, sich besser zu platzieren oder europäisch spielen zu wollen, dann hilft so etwas natürlich schon.“

Solange wir nicht zu ner Hertha 2.0 werden
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Einst wart ihr Affen, und auch jetzt noch ist der Mensch mehr Affe, als irgend ein Affe. (Friedrich Wilhelm Nietzsche)


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