schwer zu sagen... (BORUSSEN)

benthefan, Freitag, 15.05.2026, 11:56 ( vor 1 Stunden, 10 Minuten ) @ Vengo
bearbeitet von benthefan, Freitag, 15.05.2026, 12:13

Er hat nach 3 Spielen übernommen, da lagen wir auf 16, 3 Punkte hinter Platz 9. Vor der Saison hieß es man wolle "eine sorgenfreie Saison ohne Abstiegssorgen" spielen. Das war schon eine Anpassung nach unten zum Vorjahr ("einstelliger Tabellenplatz"), aber es war eben nicht "Klassenerhalt".
Allerdings kam dann irgendwann Schröder und ggf. hat der nach einer ersten Analyse gesagt "es zählt nur drinbleiben, egal wie", da lagen wir mittlerweile auch auf 18. Aber hat ein professionell geführter Bundesligaverein wirklich nur einen Maßstab an erfolgreiche Arbeit, in unserem Fall dann "Platz 15"? Das kann ich mir schwer vorstellen, nicht bei Schröder und auch nicht bei Virkus. Und das Polanski die eigene Arbeit selbst auch ausschließlich danach bewertet kann auch nicht richtig sein. Nehmen wir den Strobl von Verl, der hat bestimmte Statistiken wo er sagt "da müssen wir vorne sein, dann kommen die Ergebnisse". Ilzer bei Hoffenheim ebenso, das sind klare Spielideen deren Umsetzung man quantifizieren kann, unabhängig von Punkten und Toren in einzelnen Spielen (wo auch Spielglück etc. hinzukommen). Auf Strecke aber wird sich das durchsetzen.

Zurück zu uns: Nach der Serie im Herbst hat man vor dem Trainingslager kommuniziert man wolle "den nächsten Schritt machen", da waren wir schon aus der Abstiegszone raus tabellarisch und hatten eigentlich Momentum. Glaube also da war das Ziel ein anderes als "nur" Klassenerhalt, sowohl tabellarisch als auch inhaltlich. Polanski sagte da irgendwas wie man würde sich im TL Ziele für die RR vornehmen, ohne diese konkret zu benennen. Auch hier ist schwer zu glauben das dies "Klassenerhalt" war. Auch ohne Platzierung ging es da sicher auch um Entwicklung. Oder etwa nicht?

Summa summarum, wir wissen das wir nichts wissen. Was für mich aber klar ist, die ständige Anpassung der Ziele innerhalb einer Saison ist ein Unding, man kann bei Misserfolg die Hürden nicht immer tiefer hängen nur um doch noch drüber zu kommen. Zielsetzung ist eben auch dafür da ggf. sagen zu müssen "Ziel verfehlt" um dann an die Ursachen zu gehen und sich nicht mit Watte zu bewerfen.

Das es irgendwann heißt "drinbleiben um jeden Preis", klar, aber das ist dann nicht die allumfängliche Messlatte nach einer Saison, sondern ein neu formuliertes absolutes Minimum aufgrund von Zielverfehlung. Und so sollte man das auch betrachten nach einer Saison und bei einer richtigen Analyse. Ich hoffe sehr Schröder sieht das ebenso.


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