Grundsätzlich kann ich Eugens Argumentation... (BORUSSEN)

Sash , Freitag, 15.05.2026, 10:58 ( vor 2 Stunden, 8 Minuten ) @ Vengo

... er habe die Mannschaft ja nicht vorbereitet (im Bezug auf die Saisonvorbereitung) und so sei es normal dass es Defizite in den von ihm gewünschten (aber vom Vorgänger vielleicht anders priorisierten) Automatismen gäbe und man eher verwaltet als wirklich neues einzustudieren, ja durchaus folgen. Dazu gehören auch die (schlechten) konditionellen Grundlagen, die nicht Polanski zu verantworten hat, sondern Seoane. Was Du Dir in der Vorbereitung nicht an Kondition draufschaffst, holst Du in der Saison nicht nach, das weiß jeder Kreisligatrainer.

Wenn man dann exemplarisch das Dortmundspiel und dessen Matchplan hernimmt, und das als vielzitierte Benchmark hernimmt, für das, was Polanski will und glaubt, mit einem Kader, der mehr seiner ist und einer Vorbereitung die er bestimmen kann (raus aus der Passivität des Verwaltens hin zu aktiver Steuerung und Einflussnahme), dann kann einem das grundsätzlich ja schon gefallen. Allerdings sind wir auch gebrannte Kinder, die Angst davor haben, dass man jetzt mit Eugen weitermacht und nach 3, 4 oder 5 Spielen der neuen Saison einsehen muss, dass genau nichts besser geworden ist, weswegen es besser wäre, jetzt einen neuen Mann zu holen.

Was aber den Neuen von Eugen unterschiede, wäre lediglich der Impuls des Neuen. Alles andere müsste man doch genauso erstmal sehen. Lustrinelli z.B. hat in der Schweiz ein Wunder bewirkt. Die Hoffnung, dass das auch bei uns ginge, nährt sich doch allein aus der Tatsache, dass hier schonmal ein Schweizer ganz brauchbar (;-) ) gewerkelt hat. Ja, die Sample Size bei Eugen ist ungleich größer, und da war auch viel Murks dabei, die letzten 30 Spiele, der einem wahlweise sauer aufstoßen oder bleischwer im Magen liegen kann, aber wie gesagt: grundsätzlich kann ich der Argumentation, hier angetreten zu sein mit dem Ziel Klassenerhalt und dem vorzeitigen erreichen zu sagen: "I got the job done" erstmal folgen. Dass nach wie vor Ambitionen für die neue Saison da sind, hört man immer wieder raus (bessere Kondition, Automatismen/Spielsystem einschleifen, gieriger sein...) auch wenn er dem Vorauseilenden Ruf des "Trainer-Wunderkindes" dass wir alle so gerne gehabt hätten nicht gerecht geworden ist.

Aber, wenn Du jetzt einen neuen holst, und dann derart ins Klo greifst, wie unlängst Bayer Leverkusen, kannste auch erstmal mit Eugen weitermachen und hast eine Abfindung gespart.

Schröder hat gesagt, wir müssen mutiger sein. Vertrauen erfordert auch Mut. Warum also nicht mutig sein, und darauf vertrauen, dass Eugen was gelernt hat in dieser Saison? Dass es nur besser werden kann? Dass er seinen Worten auch Taten folgen lassen wird?

Oder vertrauen darauf, dass Schröder es schon richten wird?


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