Die Gier des G. Infantino: Der Fußball verteidigt.... (BORUSSEN)

Vengo, Berlin Kreuzberg, Freitag, 31.07.2026, 16:10 ( vor 1 Stunden, 33 Minuten ) @ Vengo

...einen Rest seiner Seele
Fußball spielen Millionen und schauen Milliarden, Geschäftsleute reißen sich darum. Der mutmaßlich gescheiterte Infantino-Deal zeigt: Nur der Fan kann das Spiel retten.
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Womit wir bei Gianni Infantino wären. Der Präsident des Fußballweltverbandes Fifa hat das Spiel wie kein anderer vor ihm feilgeboten. Nun möchte er sogar das teuerste Gut, die Fußballweltmeisterschaft, anteilig an eine private Investorengruppe mit direkten Verbindungen zur Trump-Familie verkaufen.
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Sicher, Gianni Infantino ist ein recht skrupelloser Geschäftsmann. Er predigt Menschenrechte und das Verbindende des schönen Spiels und paktiert gleichzeitig mit den Autokraten und Oligarchen. Es fällt leicht, diesen Mann nicht zu mögen.

Andererseits ist der geldgierige Infantino nicht vom Himmel gefallen, er ist ein Symptom dieser Marktentwicklung.
Auch die treibende Kraft des Widerstandes gegen Infantino, die Uefa und ihre Verbände, sollte nun nicht verklärt werden. Schön, dass sie sich endlich gegen die Fifa wehren, aber sie hätten es schon viel früher tun müssen, verzichteten aber darauf, weil sie selbst gerne mitverdienten.
Außerdem haftet dem Aufschrei der europäischen Verbände Heuchlerisches an. Der Ausverkauf wird dort genauso betrieben. 40 Prozent der Klubs aus Europas Top-5-Ligen sind ganz oder teils in US-Besitz. Und die Uefa ist – wie soll es in diesem Umfeld anders sein – kein Wohltätigkeitsverein. Sie giert nach größeren Märkten, auch ihre Entscheidungen sind in Teilen intransparent.
Trotzdem soll über die Stärke, die dem Fußball eben wegen seiner Reichweite innewohnt, nicht hinweggesehen werden. Die Klüngelei von Infantino mit Putin oder Trump, die Einführung von Getränkepausen in klimatisierten Stadien zum eigentlichen Zweck von mehr Werbeeinnahmen, die ellenlange Halbzeitshow im WM-Finale – der Bogen war für viele Anhänger des Spiels überspannt. Gellende Pfiffe begleiteten den VIP-Gast Infantino selbst bei dem erlesenen WM-Publikum, das sich die Tickets leisten konnte.

Trotzdem soll über die Stärke, die dem Fußball eben wegen seiner Reichweite innewohnt, nicht hinweggesehen werden. Die Klüngelei von Infantino mit Putin oder Trump, die Einführung von Getränkepausen in klimatisierten Stadien zum eigentlichen Zweck von mehr Werbeeinnahmen, die ellenlange Halbzeitshow im WM-Finale – der Bogen war für viele Anhänger des Spiels überspannt. Gellende Pfiffe begleiteten den VIP-Gast Infantino selbst bei dem erlesenen WM-Publikum, das sich die Tickets leisten konnte.

Diese Stimmung hat die Revolution gegen den vermeintlich allmächtigen Infantino erst möglich gemacht. Es ist der Fan, der dieses Spiel zumindest ein bisschen retten kann vor der Gier der Geschäftsleute. Er hält das Spiel am Leben.
https://www.tagesspiegel.de/sport/die-gier-des-g-infantino-der-fussball-verteidigt-eine...

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Einst wart ihr Affen, und auch jetzt noch ist der Mensch mehr Affe, als irgend ein Affe. (Friedrich Wilhelm Nietzsche)


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