Aus Trainersicht hört sich das oft anders an (BORUSSEN)

Kulik, Donnerstag, 26.02.2026, 11:30 ( vor 10 Stunden, 7 Minuten ) @ Schuuulz

... den besprochenen Einzelfall kann ich natürlich nicht beurteilen und das hört sich nicht gut an.

Nur generell ist das Empfinden von Eltern bzgl. der sportlichen Reputation, die ihre Kinder bei den zuständigen Trainern genießen, durchaus auch mal „verzerrt".
Klar gibt es miserable Trainer, die weder in der Vermittlung der sportlichen Skills noch in der pädagogischen Ansprache etwas drauf haben. Ich würde aber behaupten, dass annähernd 100% der Eltern ihre Kinder im Sportverein schon mal ungerecht behandelt gesehen haben... sei es aus sportlichen Gründen („wenn der blöde Coach ihn endlich auf seiner Position, der 10, einsetzen würde und ihn nicht immer nur in der Abwehr einwechselt, nur weil er ein paar Probleme beim Ballstoppen hat, könnte mein Junge ein ganz Großer werden!!") oder verhaltenstechnischen Einschätzungen ("...ja, da ist ihm ein paar Mal die Hand ausgerutscht im Training der U12, aber wie soll er auch reagieren, wenn er immer wieder im Dribbling gefoult wird?? Außerdem hat der betreffende Junge ihm neulich seine Kippen geklaut! Ist er sich ziemlich sicher").

Mein Rat in diesem Fall wäre, um ein Gespräch Vater & Sohn ganz ohne Dringlichkeit nach dem Training zu bitten und zu fragen „Was kann er besser machen? Wo fehlt es Deiner Ansicht nach am meisten? Wie können wir ihn unterstützen als Eltern, denn er liebt den Sport wirklich?!" Aus den Antworten wirst Du erkennen, was zu tun ist (ist grundsätzlich okay und man findet zusammen oder es ist unzumutbar und es bleibt nur Jugendleitung anzusprechen und sonst den Verein zu wechseln). Oft regelt sich das über so ein Gespräch ganz gut. Zudem kannst Du das auch im Nachgang so framen, dass sich bei Deinem Kind Ängste lösen und wieder unbefangen ins Training gegangen wird.

Und, wirklich gutgemeint, lass die Mama raus. Soll sich nicht chauvi-mäßig anhören, aber die haben oft noch eine noch extreme Sicht auf die Dinge, die ihren Kindern eigentlich an Spielzeiten, besonders sensibler Ansprache, Einzeltraining usw. zustehen sollten.


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