Moin. Altbekanntes Problem... (BORUSSEN)

Elm, Dienstag, 20.01.2026, 09:50 ( vor 1 Tag, 7 Stunden, 15 Min. ) @ Roeder77
bearbeitet von Elm, Dienstag, 20.01.2026, 09:53

...viele Indianer, wenig Häuptlinge. Und das schon seit Jahren. Ich habe vor Kurzem eine Reportage über Hans Meyer gesehen, gibts hier in der Mediathek:

https://www.ardmediathek.de/video/sport-im-osten/mensch-meyer-hans-der-fussball-philoso...

Da spricht Meyer mit Eberl und Eberl sagt, dass er von seiner Zeit unter Hans Meyer zum Thema Kaderzusammenstellung folgendes gelernt hat, was wichtig ist: "Mischung und Balance". Und das ist auch das, was aus meiner Sicht den Kader "unausgewogen" macht:

In puncto Offensive haben wir (vorausgesetzt alle sind fit) genügend gute Spieler, die Tore schießen können und Tempo mitbringen. Aber im Defensivbereich haben wir seit Jahren ein Qualitätsdefizit, vor allem auf Außen. Dazu sind viele Spieler auch zu unkonstant, bspw. Elvedi. Der kann "Weltklasse" spielen und die Woche drauf Böcke schießen, die auf keine Kuhhaut gehen. Das ist eben auch ein Qualitätsmerkmal und für mich ist es mangelnde Balance im Kader, wenn ich seit Jahren pro Saison um die 60 Tore fange, aber es nicht schaffe, hinten für mehr Qualität zu sorgen.

Dazu kommen noch Spieler, die Qualitäten haben, aber deren Position noch gar nicht gefunden wurde oder möglichweise gar nix existiert, wie das "Dauerproblem" Neuhaus oder Machino.

Und zur Mischung: man braucht in jedem Kader eine Hierarchie, eine Hackordnung. Die einen gehen voran, die anderen folgen. Im Idealfall hat man eine etablierte Achse mit erfahrenen Spielern, an der sich die jungen Spieler orientieren können. Welcher Spieler im Kader hat denn diese Führungsfähigkeiten? Die meisten sind mehr als genug mit sich selbst beschäftigt, als andere führen zu können.

Hoffen wir mal, dass Schröder diese Baustellen erkennt und Ideen hat, sie mit den vorhandenen finanziellen Mitteln zu beseitigen. Absteigen werden wir angesichts der schwachen Konkurrenz aus Mainz, Heidenheim und Hamburg wohl nicht. Aber es wird Zeit, wieder mehr Spieler zu holen, die im Grunde schon mehr oder weniger fertig entwickelt sind (also Kategorie Stranzl, Galasek, Hanke etc.) und nicht nur Leute zu holen, von denen man sich irgendeine Entwicklung erhofft. Man braucht von beidem etwas, dann ist es die richtige Mischung.

Dazu gehören vor allem Spieler, die nicht "zu weich" sind, um mal in Polanskis Wortwahl zu bleiben. Spieler mit Resilienz, die körperlich und mental dagegenhalten können, wenn das Spiel auf der Kippe steht oder der Gegner drückt oder unbequem ist. Die unter Druck kühlen Kopf bewahren, die die nötige Cleverness haben.

Ich bin echt mal gespannt auf die nächsten Transferperioden.


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